Valentinstagsprüche zum Valentinstag

Der Valentinstag ist alljährlich eine Gelegenheit, zu der sich viele Verliebte eine Aufmerksamkeit erhoffen. Dabei muss es sich jedoch nicht immer um ein teures Geschenk handeln. Wichtig ist vielmehr, dass man seine Zuneigung auf eine möglichst originelle Art beweist. Flotte Valentins Sprüche sind dabei eine ausgezeichnete Idee, die immer wieder ankommt.

Mit einem Valentinsgedicht kann man Gefühle und Botschaften in Worte fassen, die sich sonst nur schwer ausdrücken lassen. Auch findet man leicht eine Möglichkeit, einen solchen Spruch zu übermitteln. Er kann auf einem Kärtchen einen Strauß Blumen begleiten oder sich auch ganz modern als SMS oder E-mail geben. Sicher ist, dass man durch die richtigen Valentinstag Gedichte schnell eine Freude macht. Natürlich ist nicht jeder ein Poet und so manch einem fällt es schwer, die richtigen Valentins Sprüche zu Papier zu bringen. Deshalb findet man hier eine Auswahl von Sprüchen, die vielseitig sind, so dass für jeden Geschmack das Richtige dabei ist. Ein solches Zitat ist eine originelle Idee für den Valentinstag, von der man dieses Jahr einmal Nutzen machen sollte.

Valentinstag Gedichte

Valentinstag Gedichte 2016 : Lebensluft

Lebensluft

Freiheit!
Freiheit!
Nur keine Liebe,
die ich nicht will,
nur keine Vogelschlingen
mich Liebender,
nur kein Handauflegen
den leichten Flügeln
der Seele!
Denn alle Liebe
will besitzen,
und ich
will nicht
besessen sein.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Gedichte zur Liebe : Nähe des Geliebten

Nähe des Geliebten

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meer erstrahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt;
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

Ein Valentinsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832

Valentinstagspruch : War das die Liebe?

War das die Liebe?

War das die Liebe, die mich gestern streifte,
wie eines seidenen Gewandes Atem
im Dunkel, wie ein windvertragner Duft,
wie Harmonien aus der blauen Nacht,
woher, du weißt es nicht, doch stockt dein Blut
und horcht in die Geheimnisse der Dinge …
und all dein Wesen flutet zögernd aus,
du fühlst dich wie ein Strom die Welt durchrinnen
und ahnst doch noch ein Mehr – als – diese – Welt,
wie hinter feiner Schleier Wehr noch wartend,
ein Himmelreich voll Blüten, Früchten, Sonnen,
und lächelnd winkt, die dich so sehr gerührt.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Valentinstagspruch : An * *

An * *

Da steht man nun in fremder Stadt allein
mit dem, was man gefehlt und man getan,
und den man liebt, der will nicht bei dir sein
und wandelt eigenwillig eigne Bahn.

Und einer Liebe wunderreicher Hort
bleibt unerschöpft und ewig unerlebt;
ich stehe einsam hier, du einsam dort,
und sind im Tiefsten doch so ganz verwebt.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Valentinstaggedicht : Wir gingen atmend Arm in Arm

Wir gingen atmend Arm in Arm

Wir gingen atmend Arm in Arm,
am Frühlingsabend still und warm,
im Schatten grüner Schlehen
uns Veilchen zu erspähen.
Rot schien der Himmel und das Meer;
mit einmal strahlte groß und hehr
der liebe volle Mond daher.
Das Mägdlein stand und ging und stand
und drückte sprachlos mir die Hand.

Ein Valentinsgedicht von Johann Heinrich Voß 1751 – 1826

Liebesgedichte 2016 : Herbstliche Liebe

Herbstliche Liebe

Meine Seele spinnt dich ein;
schimmernde Marienfäden
sollen ihre Häscher sein.

Ihre Schlingen fühlst du kaum.
Eine rote Märtyrkrone
brech ich dir vom Eschenbaum.

Deine Stirne küss ich bleich –
und so führ ich dich gefangen
mitten durch mein Schattenreich.

Du wirst ganz mein eigen sein,
wirst verbluten und verblühen –
meine Seele spinnt dich ein.

Ein Valentinsgedicht von Clara Müller-Jahnke 1861 – 1905

Gedichte zur Liebe : Dein Bildnis wunderselig

Dein Bildnis wunderselig

Dein Bildnis wunderselig
Hab ich im Herzensgrund,
Das sieht so frisch und fröhlich
Mich an zu jeder Stund.

Mein Herz still in sich singet
Ein altes schönes Lied,
Das in die Luft sich schwinget
Und zu dir eilig zieht.

Ein Valentinsgedicht von Joseph von Eichendorff 1788 – 1857

Gedichte zur Liebe : Engel umschweben uns

Engel umschweben uns

Engel umschweben uns,
Wo wir auch gehn,
Engel umgeben uns,
Wie wir uns drehn.

Doch wir erkennen sie
Nicht in dem Licht,
Und zu benennen sie
Wissen wir nicht.

Selber zu blenden uns
Scheinet der Glanz,
Wir von ihm wenden uns
Halb oder ganz.

Aber nun haben wir
Engel ein Paar,
Denen ja gaben wir
Namen fürwahr.

Und nicht vergaßen wir:
Wirklich einmal
Selber besaßen wir
Leiblich den Strahl.

Sollten wir wenden uns
Ab von dem Glanz?
Sollten verblenden uns
Halb oder ganz?

Nein! wir erkennen euch
Freudig im Licht,
Und zu benennen euch
Zweifeln wir nicht.

Lächelnd ihr gebet uns
Wohl zu verstehn,
Dass ihr umschwebet uns,
Wo wir auch gehn.

Ein Valentinsgedicht von Friedrich Rückert 1788 – 1866

Valentinstagspruch : Gefunden

Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub’s mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich’s
Am hübschen Haus 1).

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Ein Valentinsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832

Gedichte zur Liebe : Ein Rudel kleiner Wolken

Ein Rudel kleiner Wolken

Ein Rudel kleiner Wolken
Schwimmt durch die Abendhelle,
Wie graue Fische im Meere
Durch eine blendende Welle.

Und Mückenscharen spielen
Im späten Winde rege
Sie tanzen zierliche Tänze
Im warmen staubigen Wege.

Und zwischen Wolken und Erde,
über die Bäume, die schlanken,
Ziehn auf der Straße zum Monde
Die uralten Liebesgedanken.

Ein Valentinsgedicht von Max Dauthendey 1867 – 1918

Liebesgedichte 2016 : Liebeslied

Liebeslied

Ich bin eine Harfe
Mit goldenen Saiten,
Auf einsamem Gipfel
über die Fluren
Erhöht.

Du lass die Finger leise
Und sanft darübergleiten,
Und Melodien werden
Aufraunen und aufrauschen,
Wie nie noch Menschen hörten.
Das wird ein heilig Klingen
über den Landen sein.

Ich bin eine Harfe
Mit goldenen Saiten,
Auf einsamem Gipfel
über die Fluren
Erhöht,
Und harre Deiner,
Oh Priesterin!
Dass meine Geheimnisse
Aus mir brechen

Und meine Tiefen
Zu reden beginnen
Und wie ein Mantel
Meine Töne
Um Dich fallen –
Ein Purpurmantel
Der Unsterblichkeit.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Valentinstaggedicht : Deine schönen Augen

Deine schönen Augen

Du hast Diamanten und Perlen,
Hast alles, was Menschenbegehr,
Und hast die schönsten Augen –
Mein Liebchen, was willst du mehr?

Auf deine schönen Augen
Hab ich ein ganzes Heer
Von ewigen Liedern gedichtet
Mein Liebchen, was willst du mehr?

Mit deinen schönen Augen
Hast du mich gequält so sehr,
Und hast mich zu Grunde gerichtet
Mein Liebchen, was willst du mehr?

Ein Valentinsgedicht von Heinrich Heine 1797 – 1856

Spruch zum Valentinstag : Der Liebende an eine verwelkte Blume

Der Liebende an eine verwelkte Blume

Diese Blume ? ach sie kam von ihr!
Auch verwelkt noch ist sie heilig mir.
Längst sind ihre Farben hingeschwunden,
Wie die Seligkeit vergangner Stunden –
Aber dennoch bleibt sie heilig mir,
Diese Blume ? denn sie kam von ihr.

Tausend blühen schimmernd jetzt im Hain –
Farb‘ und Duft erfüllt ihr kurzes Sein –
Aber mich reizt ihre Schönheit nicht,
Wenn nicht ihre Hand sie für mich bricht.
Längst verblichne Blume, Du allein
Sollst mir Weihgeschenk des Frühlings Sein.

Tränen trüben schwellend meinen Blick,
Denk‘ ich an den schönen Tag zurück,
Wo sie Dich im Morgentau mir pflückte,
Und ich zärtlich an mein Herz Dich drückte.
Teure Blume ? mein entfloh’nes Glück
Kehrt wie deine Farbe nie zurück!

Ein Valentinsgedicht von Charlotte von Ahlefeld 1781 – 1849

Sprüche zum Valentinstag : Bei übersendung eines Vergissmeinnicht

Bei übersendung eines Vergissmeinnicht

Diese Blume, deren blaue Blüte
Deutungsvoll der schönste Name schmückt,
Der als Wunsch mir längst im Herzen glühte,
Hab‘ ich einsam heut‘ im Tal gepflückt.

Süß umschwebt von Deinem teuern Bilde,
Schien sie würdig zur Gesandtin mir;
Hin in ferne, trennende Gefilde,
Bringe sie den Gruß der Freundschaft Dir.

Ehe sie Dir naht wird sie verbleichen –
Schnell verlöschet ihrer Farbe Licht,
Doch die Bitte möge Dich erreichen,
Die ihr Name zärtlich zu Dir spricht.

Ein Valentinsgedicht von Charlotte von Ahlefeld 1781 – 1849

Gedichte zur Liebe : Glück ist wie Blütenduft

Glück ist wie Blütenduft

Glück ist wie Blütenduft,
der dir vorüber fliegt …
Du ahnest dunkel Ungeheures,
dem keine Worte dienen –
schließest die Augen,
wirfst das Haupt zurück –
und, ach!
vorüber ist’s.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Valentinstag Gedichte 2016 : Du meine Seele

Du meine Seele

Du meine Seele, du mein Herz,
Du meine Wonn?, o du mein Schmerz,
Du meine Welt, in der ich lebe,
Mein Himmel du, darein ich schwebe,
O du mein Grab, in das hinab
Ich ewig meinen Kummer gab!
Du bist die Ruh?, du bist der Frieden,
Du bist der Himmel mir beschieden.
Dass du mich liebst, macht mich mir wert,
Dein Blick hat mich vor mir verklärt,
Du hebst mich liebend über mich,
Mein guter Geist, mein bessres Ich!

Ein Valentinsgedicht von Friedrich Rückert 1788 – 1866

Spruch zum Valentinstag : Verschwiegene Liebe

Verschwiegene Liebe

über Wipfel und Saaten
In den Glanz hinein –
Wer mag sie erraten,
Wer holte sie ein?
Gedanken sich wiegen,
Die Nacht ist verschwiegen,
Gedanken sind frei.

Errät‘ es nur eine,
Wer an sie gedacht,
Beim Rauschen der Haine,
Wenn niemand mehr wacht,
Als die Wolken, die fliegen –
Mein Lieb ist verschwiegen
Und schön wie die Nacht.

Ein Valentinsgedicht von Joseph von Eichendorff 1788 – 1857

Liebesgedichte 2016 : Das Ende meiner großen Liebe

Das Ende meiner großen Liebe

Und jede Pore, die einst für dich brannte,
Jeder Gedanke, der dich kosend nannte,
Muss sich in meinem Blute hassend wenden
Und statt der Süße ? Galle nach dir senden.
Doch das ist nicht das Ende.
Das Ende ist, wenn meinen Händen,
Meinen Lippen, meinen Augen
Das schwere, lange Bluten endet,
Und sie nach langem fremdem Schweigen
Sich endlich wieder zu dir neigen
Und sagen können: Freund.
Dann ist das Ende meiner großen Liebe.

Ein Valentinsgedicht von Max Dauthendey 1867 – 1918

Spruch zum Valentinstag : ch möchte in heissem Glutverlangen

ch möchte in heissem Glutverlangen

An brennenden Lippen schauernd hangen,
In lodernde Augen seh’n –
In Augen, aus welchen die Liebe spricht,
Die sehnend auch mir im Herzen glüht –
In seligen Schauern vergeh’n!
O Liebe, Du bist das Himmelreich

Und auch die flammende Hölle zugleich –
Bist Dämon und Gott allzumal –
Bist blühendes Leben und grausiger Tod
Und nächtliches Dunkel und Morgenrot
Mit Deiner seligen Qual!

Ein Valentinsgedicht von Karoline Bruch-Sinn 1853 – 1911

Valentinstag Gedichte : Meiner Liebe Flammen

Meiner Liebe Flammen

Ich hab dich geliebt und liebe dich noch!
Und fiele die Welt zusammen,
Aus ihren Trümmern stiegen doch
Hervor meiner Liebe Flammen.

Ein Valentinsgedicht von Heinrich Heine 1797 – 1856

Impressum & Kontakt / AGB / Warenkorb