Valentinstagsprüche zum Valentinstag

Der Valentinstag ist alljährlich eine Gelegenheit, zu der sich viele Verliebte eine Aufmerksamkeit erhoffen. Dabei muss es sich jedoch nicht immer um ein teures Geschenk handeln. Wichtig ist vielmehr, dass man seine Zuneigung auf eine möglichst originelle Art beweist. Flotte Valentins Sprüche sind dabei eine ausgezeichnete Idee, die immer wieder ankommt.

Mit einem Valentinsgedicht kann man Gefühle und Botschaften in Worte fassen, die sich sonst nur schwer ausdrücken lassen. Auch findet man leicht eine Möglichkeit, einen solchen Spruch zu übermitteln. Er kann auf einem Kärtchen einen Strauß Blumen begleiten oder sich auch ganz modern als SMS oder E-mail geben. Sicher ist, dass man durch die richtigen Valentinstag Gedichte schnell eine Freude macht. Natürlich ist nicht jeder ein Poet und so manch einem fällt es schwer, die richtigen Valentins Sprüche zu Papier zu bringen. Deshalb findet man hier eine Auswahl von Sprüchen, die vielseitig sind, so dass für jeden Geschmack das Richtige dabei ist. Ein solches Zitat ist eine originelle Idee für den Valentinstag, von der man dieses Jahr einmal Nutzen machen sollte.

Valentinstag Gedichte

Spruch zum Valentinstag : Zwischen Lied und Liebe

Zwischen Lied und Liebe

Zwischen Lied und Liebe war mein Leben;
Aber, schwebend zwischen Lieb‘ und Liede,
Wusst‘ ich nie die beiden auszugleichen.
Oftmal sang ich anders als ich liebte,
Anders liebt‘ ich oft als ich gesungen.
Nun ich dich gefunden, ist der Zwiespalt
Ausgeglichen, und rein ineinander
Aufgegangen sind mir Lied und Liebe.
Dich nur darf ich, wie ich liebe singen;
Dich nur kann ich, wie ich singe, lieben.
Sollt‘ ich je nach andrem Sang, nach andrer
Liebe greifen, wieder unstet schwanken,
Da in deinem Herzen so vereinigt
Sind die beiden Pole meines Lebens?

Ein Valentinsgedicht von Friedrich Rückert 1788 – 1866

Valentinstagspruch : Bei dir ist es traut

Bei dir ist es traut

Bei dir ist es traut:
Zage Uhren schlagen
wie aus weiten Tagen.
Komm mir ein Liebes sagen-
aber nur nicht zu laut.

Ein Tor geht irgendwo
draußen im Blütentreiben.
Der Abend horcht an die Scheiben.
Lass und leise bleiben:
Keiner weiß und so.

Ein Valentinsgedicht von Rainer Maria Rilke 1875 – 1926

Valentinstagspruch : Ziel der Sehnsucht

Ziel der Sehnsucht

Wenn ich durch die Fluren schweife,
Jene suchend her und hin,
Die mich schlug in goldne Reife,
Der ich ganz zu eigen bin:

Welch ein Wünschen, welch ein Wähnen
Hebt die Seele trunken auf;
In die Wolken trägt das Sehnen,
In die Himmel mich hinauf.

Mit dem Vogel möcht‘ ich fliegen,
Auf den Sternen möcht‘ ich stehn,
Mich auf Windesfittich wiegen,
Brausend über Wipfel gehn!

Bis ich komme zu dem örtchen,
Wo aus Büschen tief heraus
Mit dem beigelehnten Pförtchen
Winkt ihr kleines Hüttenhaus.

Schnell verflogen, schnell zergangen
Sind die Wünsche groß und klein,
Und die Sehnsucht kehrt gefangen
Still ins stille Hüttchen ein.

Ein Valentinsgedicht von Friedrich Rückert 1788 – 1866

Gedichte zur Liebe : Engel umschweben uns

Engel umschweben uns

Engel umschweben uns,
Wo wir auch gehn,
Engel umgeben uns,
Wie wir uns drehn.

Doch wir erkennen sie
Nicht in dem Licht,
Und zu benennen sie
Wissen wir nicht.

Selber zu blenden uns
Scheinet der Glanz,
Wir von ihm wenden uns
Halb oder ganz.

Aber nun haben wir
Engel ein Paar,
Denen ja gaben wir
Namen fürwahr.

Und nicht vergaßen wir:
Wirklich einmal
Selber besaßen wir
Leiblich den Strahl.

Sollten wir wenden uns
Ab von dem Glanz?
Sollten verblenden uns
Halb oder ganz?

Nein! wir erkennen euch
Freudig im Licht,
Und zu benennen euch
Zweifeln wir nicht.

Lächelnd ihr gebet uns
Wohl zu verstehn,
Dass ihr umschwebet uns,
Wo wir auch gehn.

Ein Valentinsgedicht von Friedrich Rückert 1788 – 1866

Valentinstagspruch : An * *

An * *

Da steht man nun in fremder Stadt allein
mit dem, was man gefehlt und man getan,
und den man liebt, der will nicht bei dir sein
und wandelt eigenwillig eigne Bahn.

Und einer Liebe wunderreicher Hort
bleibt unerschöpft und ewig unerlebt;
ich stehe einsam hier, du einsam dort,
und sind im Tiefsten doch so ganz verwebt.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Valentinstag Gedichte 2016 : Gleich und gleich

Gleich und gleich

Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;

Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: –
Die müssen wohl beide
Füreinander sein.

Ein Valentinsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832

Valentinstaggedicht : Deine schönen Augen

Deine schönen Augen

Du hast Diamanten und Perlen,
Hast alles, was Menschenbegehr,
Und hast die schönsten Augen –
Mein Liebchen, was willst du mehr?

Auf deine schönen Augen
Hab ich ein ganzes Heer
Von ewigen Liedern gedichtet
Mein Liebchen, was willst du mehr?

Mit deinen schönen Augen
Hast du mich gequält so sehr,
Und hast mich zu Grunde gerichtet
Mein Liebchen, was willst du mehr?

Ein Valentinsgedicht von Heinrich Heine 1797 – 1856

Liebesgedichte 2016 : Worte der Liebe

Worte der Liebe

Freudvoll und leidvoll, gedankenvoll sein,
langen und bangen in schwebender Pein,
himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt-
glücklich allein ist die Seele, die liebt.

Ein Valentinsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832

Valentinstag Gedichte 2016 : An Charlotte von Stein

An Charlotte von Stein

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was lässt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.

Ein Valentinsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832

Valentinstag Gedichte : Liebesnacht im Haine

Liebesnacht im Haine

Um uns her der Waldnacht heilig Rauschen
Und der Büsche abendlich Gebet,
Seh ich dich so lieblich bange lauschen
Wenn der West durch dürre Blätter weht.

Und ich bitte: Jinni holde, milde
Sieh ich dürste, sehne mich nach dir
Sinnend blickst du durch der Nacht Gefilde
Wende deinen süßen Blick nach mir.

Ach dann wendet Jinni voll Vertrauen
Ihres Lebens liebesüßen Blick
Mir ins wonnetrunkne Aug‘ zu schauen
Aus des Tages stillem Grab zurück.

Und es ist so traulich dann, so stille
Wenn ihr zarter Arm mich fest umschlingt
Und ein einz’ger liebevoller Wille
Unsrer Seelen Zwillingspaar durchdringt.

Nur von unsrer Herzen lautem Pochen
Von der heil’gen Küsse leisem Tausch
Von der Seufzer Lispel unterbrochen
Ist der Geisterfeier Wechselrausch.

Auf des äthers liebestillen Wogen
Kömmt Diane dann so sanft und mild
Auf dem lichten Wagen hergezogen
Bis ihn eine Wolke schlau verhüllt,

Und sie trinket dann an Latmus‘ Gipfel
Ihrer Liebe süßen Minnelohn
Ihre Küsse flüstern durch die Wipfel,
Küssend, nennst du mich Endymion.

Liest auch wohl mit züchtigem Verzagen
Meiner Blicke heimlich stille Glut
Und es sterben alle deine Klagen
Weil die Liebe dir am Herzen ruht.

Fest umschling ich dich von dir umschlungen
Stirbt in unsrem Arm die rege Zeit
Und es wechseln schon des Lichtes Dämmerungen
Starb schon Gestern wird schon wieder heut.

Wenn die lieben Sterne schon ermatten
Wechseln wir noch heimlich Seligkeit
Träumen in den tiefen dunklen Schatten
Flehend und gewährend Ewigkeit.

Fest an dich gebannt in dich verloren
Zähle ich an deines Herzens Schlag
Liebestammelnd jeden Schritt der Horen
Scheidend küsset uns der junge Tag.

Ein Valentinsgedicht von Clemens Brentano 1778 – 1842

Spruch zum Valentinstag : Abends

Abends

Warum duften die Levkojen soviel schöner bei der Nacht?
Warum brennen deine Lippen soviel röter bei der Nacht?
Warum ist in meinem Herzen so die Sehnsucht auferwacht,
Diese brennend roten Lippen dir zu küssen bei der Nacht?

Ein Valentinsgedicht von Theodor Storm 1817 -1888

Sprüche zum Valentinstag : Begegnung

Begegnung

Wir saßen an zwei Tischen – wo? – im All …
Was Schenke, Stadt, Land, Stern – was tut? s dazu!
Wir saßen irgendwo im Reich des Lebens …
Wir saßen an zwei Tischen, hier und dort. Und meine Seele brannte: Fremdes Mädchen,
wenn ich in deine Augen dichten dürfte –
wenn dieser königliche Mund mich lohnte –
und diese königliche Hand mich krönte –
Und deine Seele brannte: Fremder Jüngling,
wer bist du, dass du mich so tief erregtest –
dass ich die Knie dir umfassen möchte –
und sagen nichts als: Liebster, Liebster, Liebster -!
Und unsre Seelen schlugen fast zusammen.
Doch jeder blieb an seinem starren Tisch –
und stand zuletzt mit denen um ihn auf –
und ging hinaus-und sahn uns nimmermehr.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Sprüche zum Valentinstag : Du bist der Duft, der meine Seele speiset

Du bist der Duft, der meine Seele speiset

Du bist der Duft, der meine Seele speiset, verlass mich nicht!
Traum, der mit mir durchs Leben reiset, verlass mich nicht!
Du Paradiesesvogel, dessen Schwinge ungesehn
Mit leisem Säuseln mich umkreiset, verlass mich nicht!
Du Amme mir und Ammenmärchen der Kindheit einst!
Du fehlst, und ich bin noch verwaiset. Verlass mich nicht!
Du, statt der Jugend mir geblieben, da sie mir floh:
Wo du mir fliehst, bin ich ergreiset! Verlass mich nicht!
O Du mein Frühling! Sieh, wie draußen der Herbst nun braust;
Komm, dass nicht Winter mich umeiset, verlass mich nicht!
O Hauch des Friedens! Horch wie draußen das Leben tobt!
Wer ist, der still hindurch mich weiset? Verlass mich nicht!
O du mein Rausch! Du meine Liebe! O du mein Lied!
Das hier durch mich sich selber preiset, verlass mich nicht!

Ein Valentinsgedicht von Friedrich Rückert 1788 – 1866

Liebesgedichte 2016 : Die beiden

Die beiden

Sie trug den Becher in der Hand
? Ihr Kinn und Mund glich seinem Rand ?,
So leicht und sicher war ihr Gang,
Kein Tropfen aus dem Becher sprang.

So leicht und fest war seine Hand:
Er ritt auf einem jungen Pferde,
Und mit nachlässiger Gebärde
Erzwang er, dass es zitternd stand.

Jedoch, wenn er aus ihrer Hand
Den leichten Becher nehmen sollte,
So war es beiden allzu schwer:

Denn beide bebten sie so sehr,
Dass keine Hand die andre fand
Und dunkler Wein am Boden rollte.

Ein Valentinsgedicht von Hugo von Hofmannsthal 1874 – 1929

Gedichte zur Liebe : Genug oft

Genug oft

Genug oft, dass zwei Menschen sich berühren,
– nicht leiblich, geistig nur – dass sie sich sehn,
dass sie sich einmal gegenüberstehn ?
um sich danach auf immer zu verlieren.

Genug oft, dass ein Lächeln zweier Seelen
vermählt – oh nicht vermählt! Nur dies: sie führt,
so voreinander schweigend und erschüttert,
dass ihnen alle Wort‘ und Wünsche fehlen,
und jede, unaussprechlich angerührt,
nur tief vom Zittern der verwandten zittert.

Ein Valentinsgedicht von Christian Morgenstern 1871 – 1914

Valentinstagspruch : Ich bin so reich in deinem Angedenken

Ich bin so reich in deinem Angedenken

Ich bin so reich in deinem Angedenken,
Dass ich mich nimmer kann ganz einsam nennen,
Nur wenn ich ganz mich kann hinein versenken,
Vergess ich es, dass Tal und Flut uns trennen
Will mir die Welt die eitlen Freuden schenken,
Ich fliehe sie und mag sie nimmer kennen,
Welt, Himmel, Lenz und Liebe sind vereint,
Wo mir dein Bild, ein süsser Stern, erscheint.

Ein Valentinsgedicht von Helmina von Chezy 1783 – 1856

Gedichte zur Liebe : Ich möchte dir ein Liebes schenken

Ich möchte dir ein Liebes schenken

Ich möchte dir ein Liebes schenken,
das dich mir zur Vertrauten macht:
aus meinem Tag ein Deingedenken
und einen Traum aus meiner Nacht.

Mir ist, dass wir uns selig fänden
und dass du dann wie ein Geschmeid
mir löstest aus den müden Händen
die niebegehrte Zärtlichkeit.

Ein Valentinsgedicht von Rainer Maria Rilke 1875 – 1926

Spruch zum Valentinstag : Der Liebende an eine verwelkte Blume

Der Liebende an eine verwelkte Blume

Diese Blume ? ach sie kam von ihr!
Auch verwelkt noch ist sie heilig mir.
Längst sind ihre Farben hingeschwunden,
Wie die Seligkeit vergangner Stunden –
Aber dennoch bleibt sie heilig mir,
Diese Blume ? denn sie kam von ihr.

Tausend blühen schimmernd jetzt im Hain –
Farb‘ und Duft erfüllt ihr kurzes Sein –
Aber mich reizt ihre Schönheit nicht,
Wenn nicht ihre Hand sie für mich bricht.
Längst verblichne Blume, Du allein
Sollst mir Weihgeschenk des Frühlings Sein.

Tränen trüben schwellend meinen Blick,
Denk‘ ich an den schönen Tag zurück,
Wo sie Dich im Morgentau mir pflückte,
Und ich zärtlich an mein Herz Dich drückte.
Teure Blume ? mein entfloh’nes Glück
Kehrt wie deine Farbe nie zurück!

Ein Valentinsgedicht von Charlotte von Ahlefeld 1781 – 1849

Valentinstaggedicht : Wahre Liebe

Wahre Liebe

Wahre Liebe ist die,
Die immer und immer sich gleichbleibt,
Ob man ihr alles gewährt,
Oder ihr alles versagt.

Ein Valentinsgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832

Liebesgedichte 2016 : Herbstliche Liebe

Herbstliche Liebe

Meine Seele spinnt dich ein;
schimmernde Marienfäden
sollen ihre Häscher sein.

Ihre Schlingen fühlst du kaum.
Eine rote Märtyrkrone
brech ich dir vom Eschenbaum.

Deine Stirne küss ich bleich –
und so führ ich dich gefangen
mitten durch mein Schattenreich.

Du wirst ganz mein eigen sein,
wirst verbluten und verblühen –
meine Seele spinnt dich ein.

Ein Valentinsgedicht von Clara Müller-Jahnke 1861 – 1905

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